Oberösterreich im Oktober mit Sorgen und neuen Taten
Oberösterreichs Gewässer stehen im Oktober vor unterschiedlichen Herausforderungen: Am Attersee und an der Ager sorgt die Trockenheit für eine angespannte Lage. Gleichzeitig soll eine modernisierte Fischaufstiegshilfe beim Kraftwerk Lambach die Wanderung von Fischen in der Traun verbessern.
Anfang dieser Woche lag der Pegel des Attersees bei der Messstelle Kammer-Schörfling laut ORF bei 80 Zentimetern.
Ende Oktober des Vorjahres waren es dort noch 144 Zentimeter. Um den See zu entlasten, wurde der Abfluss in die Ager auf 4,5 Kubikmeter pro Sekunde reduziert. Sinkt der Wasserstand weiter, sieht die Wehrordnung eine zusätzliche Verringerung auf unter 2,2 Kubikmeter pro Sekunde vor. Der Gewässerbezirk Gmunden beobachtet die Entwicklung.
Die niedrigen Wasserstände sind auch für die Industrie kritisch: Die Lenzing AG nutzt Wasser aus der Ager zur Kühlung; bei anhaltendem Wassermangel könnten Produktionsprobleme entstehen. Zugleich warnte Oberösterreichs Umweltlandesrat Kaineder vor einem möglichen Fischsterben im Attersee. Ein solches wird im ORF-Bericht jedoch nicht als bereits eingetreten gemeldet. Weitere Maßnahmen wären demnach nötig, sollte der Pegel die kritische Marke von 59 Zentimetern erreichen. (ORF Oberösterreich)
Ein positives Signal für die Gewässerökologie kommt vom Kraftwerk Lambach an der Traun.
Die linksufrige Fischaufstiegshilfe aus dem Jahr 1999 wurde laut Gemeinde modernisiert, um die Verbindung natürlicher Gewässerlebensräume und die Fischwanderung zu verbessern. Ab 27. Oktober kündigte die Gemeinde außerdem Verfüllungs- und Rekultivierungsarbeiten auf einem nicht mehr benötigten Geländebereich an; dafür ist ein Zeitraum von etwa zwei bis drei Wochen vorgesehen.





