Die EU will Projekte für natürlichen Wasserrückhalt und sauberes Wasser bei der Finanzierung unterstützen.

Am 14. Oktober 2026 hat die Europäische Kommission den Water Resilience Investment Accelerator vorgestellt. Er soll 20 innovative Pilotprojekte unterstützen. Die Schwerpunkte sind natürlicher Wasserrückhalt, sauberes Wasser und ein effizienterer Umgang mit der Ressource. Gemeinden zählen ausdrücklich zu den angesprochenen Akteuren, ebenso Unternehmen und landwirtschaftliche Betriebe.

Natürlicher Wasserrückhalt bekommt mehr Aufmerksamkeit

Für den RNT ist besonders interessant, dass naturbasierte Lösungen einen eigenen Schwerpunkt bilden. Die zuständige EU-Agentur CINEA nennt etwa die Wiederherstellung von Feuchtgebieten, natürlichen Wasserrückhalt und Maßnahmen zur Grundwasserneubildung. Damit umfasst die Initiative auch Vorhaben, die an den Funktionen einer Landschaft ansetzen.

Die Unterstützung richtet sich insbesondere an Projekte, die sich der Finanzierung nähern.

CINEA beschreibt private sowie gemeinsame öffentlich-private Vorhaben als Zielgruppe. Gefragt sind also konkrete Ansätze, deren Umsetzung mit fachlicher und finanzieller Unterstützung vorbereitet werden kann.

Eine solche Zusammenarbeit könnte verschiedene Interessen verbinden. Für uns Fischerinnen und Fischer, die im Artenschutz aktiv sind, stünden die Lebensräume heimischer Fischarten und ihre natürliche Fortpflanzung im Mittelpunkt. Gemeinden könnten ihre Ziele für Wasserrückhalt und Klimaanpassung einbringen. Die gemeinsame Aufgabe wäre, daraus messbare Verbesserungen für das Gewässer zu entwickeln.

Beratung, die den Weg zur Umsetzung erleichtern soll

Das Angebot läuft über Green Assist, eine aus dem LIFE-Programm finanzierte Beratungsinitiative im Rahmen von InvestEU. Bei angenommenen Anfragen ist die Beratung kostenlos. Fachleute können beispielsweise bei der Projektentwicklung, der Finanzierungsstruktur, Kosten-Nutzen-Analysen und der Vorbereitung auf Gespräche mit Investoren unterstützen.

Damit ist noch keine Finanzierung der Renaturierung selbst zugesagt. Der Accelerator soll helfen, Vorhaben finanzierbar zu machen und geeignete Investoren anzusprechen. Die ökologische Wirkung eines Projekts muss deshalb ebenso überzeugend beschrieben werden wie seine Umsetzung und langfristige Betreuung.

Die Eignung eines konkreten Vorhabens müsste anschließend mit der zuständigen Stelle geprüft werden. Aus der thematischen Nähe allein ergibt sich noch keine Aufnahme in das Programm.

Eine Gelegenheit, Partnerschaften konkret zu machen

Die Kommission bittet um Anträge und Informationsanfragen bis Ende Oktober 2026. Als Kontakt nennt sie CINEA-GREEN-ASSIST@ec.europa.eu. Für die Bewerbung verweist sie auf eine dreiseitige Vorlage.

CINEA: Green Assist – Beratungsangebot und Informationen zum Accelerator

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