Behördliche Einschränkungen bei EU-Projekt zur Fischbestandsstärkung an der Oberen Drau

Das EU-geförderte Projekt ProtectFish (https://protectfish.oldcodev.com/) zur Stabilisierung der Fischbestände an der Oberen Drau wird von den lokalen Behörden nur eingeschränkt unterstützt.

Ziel des Vorhabens ist es, durch eine kontrollierte Vergrämung der Kormoranpopulation die stark zurückgegangenen Salmonidenbestände zu unterstützen. In der Oberen Drau ist in den vergangenen Jahren ein deutlicher Rückgang der Salmonidenbestände festgestellt worden – teilweise um mehr als 90 %. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, sollen die Effekte eines ausgewogenen Kormoranmanegments untersucht werden. Die Maßnahme würde an bereits umgesetzte ökologische Verbesserungen, wie die Renaturierung des Flusslaufs der Oberen Drau, anknüpfen.

Die Umsetzung der vorgesehenen Vergrämungsmaßnahmen wurde derzeit behördlich nicht im geforderten Umfang genehmigt. Dadurch steht der österreichische Teil des europaweiten Forschungsprojekts vor gravierenden Einschränkungen!

Das Projekt ist Teil einer länderübergreifenden Initiative zur Stabilisierung der Fischfauna. In Summe werden in sechs Mitgliedstaaten Fallstudien umgesetzt. Ob die österreichische Fallstudie erfolgreich umgesetzt werden kann, ist derzeit offen.

Der River and Nature Trust ist von dieser Vorgehensweise der Behörde zutiefst enttäuscht. Er begrüßt das Vorhaben von ÖFV Präsident Gert Gradnitzer, eine Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht vorzubereiten. Das schreibt die KLEINE ZEITUNG am 14. Oktober.

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